#96: Wenn Tiere Türöffner werden: Ronja über tiergestützte Arbeit und Pferde-Fotografie

Shownotes

Ronja ist Sozialarbeiterin, Fachkraft für tiergestützte Intervention und nebenberufliche Fotografin. In dieser Folge erzählt sie, wie Tiere in ihrer Arbeit zu Türöffnern für Emotionen werden, warum kein Tier bei ihr zur Arbeit gezwungen wird und was das mit dem Zusammensein mit dem eigenen Pferd zu tun hat. Außerdem spricht sie über ihre Fotografie, in der es nicht um perfekte Pferde oder besondere Tricks geht, sondern um echte Momente und die Verbindung zwischen Mensch und Tier. Und darüber, wie schwer es manchmal ist, in all dem auch einfach nur Ronja zu sein.

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Transkript anzeigen

00:00:00: Hallo und herzlich willkommen bei Pferd & Mensch im Balance.

00:00:04: Dein Podcast zu den Themen Hufgesundheit, stressfreie Rufbearbeitung und dem Aufbau einer vertrauensvollen Pferdimension.

00:00:13: Ich bin Sarah Surmann, Hofplägerin, Pferdeverhaltensberaterin und Wirtschaftspsychologin – und du bekommst von mir in diesem Podcast jede Woche hilfreiche Tipps und wissen, um die Hofgesundheit deines Pferdes

00:00:26: zu stärken

00:00:27: und eine vertrauensvolle Beziehung zu deinem

00:00:29: Pferd auf- und auszubauen.

00:00:37: Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Podcast-Volge.

00:00:40: Ich habe heute wieder die Ronja zu Gast, die du vielleicht schon aus der Folge kennst wo wir über ihre persönliche Hufgeschichte mit ihrem Shetty Pepsi und der Hufrehe gesprochen haben.

00:00:52: Und heute hab ich Ronja in einem anderen Kontext zu Gast denn sie arbeitet auch als Fotografin für Pferdemenschen, Tiermenschen, die sich gerne zusammen mit ihrem Tier fotografieren lassen möchten.

00:01:06: Arbeit mit Menschen und Tieren.

00:01:09: Und da wollen wir heute mal ein bisschen tiefer einsteigen in das Thema, und ja, Ronja stelle dich doch gerne auch noch einmal aus deiner Perspektive vor, ich habe bestimmt irgendwas vergessen.

00:01:19: Also erst mal schön dass ich nochmal da sein darf.

00:01:22: Vor allem mit den beiden Themen die sonst vielleicht dann gar nicht so viel Raum bekommen.

00:01:28: also Ich bin Ronja, ich bin siebenzwanzig Sozialarbeiterin und Fachkraft für t-gestützte Intervention Und mache auch gerade eine Weiterbildung zur Naturmentorin.

00:01:42: Genau, und nebenberuflich bin ich Fotografin.

00:01:43: Das habe ich aber quasi mir selbst beigebracht.

00:01:46: Dann wurde mein Hobby irgendwann zum Beruf.

00:01:49: Ronja war das denn immer schon deine Arbeit bzw.

00:01:52: deinen Job mit Pferden oder Tieren und Menschen in der tiergestützten Arbeit zu arbeiten?

00:02:00: Oder hast du ursprünglich mal nur mit Menschen gearbeitet?

00:02:03: tatsächlich nicht.

00:02:04: Also ich habe in der neunten Klasse eine Dokumentation übers therapeutische Reiten gesehen und von da an war mein ja irgendwie ein geheimer Wunsch erstmal auch etwas in diese Richtungen zu machen, hab aber immer gedacht ach damit kann man kein Geld verdienen und bis sich das kann usw.

00:02:22: sehr mir gezweifelt und hab dann nach dem Abitur erst nur sozialer Arbeit studiert Und dann im Studium ein Praktikum an einem Therapiestall gemacht, also therapeutisches Reiten.

00:02:37: Dann war ziemlich schnell klar, irgendwie muss ich versuchen in diese Richtung zu kommen und hab dann auch glücklicherweise das Dorf Santana, die Santanastiftung kennengelernt.

00:02:48: Da habe ich gemerkt, es gibt tatsächlich meine Richtung oder mein Gefühl wie ich mit Tieren und Menschen arbeiten möchte und dass wir dort eben gelebt ... Dann habe ich dort mit einem Praktikum angefangen und bin dann glücklicherweise hängen geblieben.

00:03:03: Also tatsächlich ist das ja meine erste Arbeitsstelle gewesen bis heute.

00:03:09: Ja, super spannender Werdegang weil normalerweise in diesem Bereich gerade das oft über den zweiten Bildungsweg geht oder man eben erst nur im Menschenbereich arbeitet und dann hinterher die tiergestützte Arbeit integriert in die Arbeit und da bist du ja in einer sehr glücklichen Situation dass du da dein Traum direkt von Anfang an verwirklichen Quantist.

00:03:29: Das stimmt, das denke ich auch immer wieder dass es echt glücklich war.

00:03:34: also ich war auch in der Fortbildung zur Fachkraft.

00:03:38: für t-gestützte Intervention war ich auch die jüngste einfach wie du sagst bei den meisten Menschen das tatsächlich irgendwann als Zusatzqualifikation machen möchten wenn sie aber schon einige Jahre im Beruf sind.

00:03:49: ja bei mir war's eben anders herum und da bin ich aber sehr glücklich drüber.

00:03:55: Wie sieht denn bei dir so ein Arbeitsalltag aus?

00:03:57: Gibt es so den klassischen Arbeitsalltag oder ist da jeder Tag irgendwie anders?

00:04:03: Ja, man könnte schon sagen das es da Ähnlichkeiten gibt an den Tagen.

00:04:07: Also aktuell bin ich ja noch im Rahmen der tiergestürzten Förderung für einzelne Klientinnen und Gruppen unterwegs in Santana werde aber ab September in einem neuen Bereich in unserem Gruppenprojekt mit einstreigen damit mein Arbeitsalltak nochmal ein bisschen anders ausschauen.

00:04:22: Aber aktuell kann ich mir quasi meine Termine mit meinen Klientinnen frei einteilen und habe deshalb für mich auch wie so ein Stundenplan, für die Woche wo ich an jedem Tag zwischen zwei und vier maximal fünf Einheiten habe.

00:04:39: Zwischen durch Pausen, wo ich die Stunden vor Ort nachbereite, wo Ich eine Mittagspause mache, wo noch mal mit den Tieren in Kontakt gehe ob es irgendein Tier heute nicht gut geht, ob ich jedes Tier theoretisch besuchen könnte mit den Menschen die mich begleiten.

00:04:59: Genau!

00:05:00: Das ist so der grobe Aufbau von meinem Tag.

00:05:04: Und welche Bedeutung kamen die Tiere in dem Kontext für die Arbeit mit den menschen?

00:05:10: Die Tiere sind ganz viel unterschiedliches vor allem aber einfach erst mal sie selbst.

00:05:16: und das ist glaube ich bei uns das aller wertvollste weil bei uns auf dem Hof kein Tier für meine tiergestützte Arbeit angeschafft wird.

00:05:28: Die Tiere kommen zu uns, weil sie ein neues Zuhause brauchen aus den unterschiedlichsten Gründen sei es, weil Sie tatsächlich vor dem Schlachter gerettet werden oder Sie schon sehr alt sind und der Mensch dazu sich nicht mehr aus Rechen kümmern kann oder weil Sie vorher in Lebensumständen leben die einfach nicht angemessen sind.

00:05:47: genau So kommen die Tiere eben zu uns und meine Aufgabe ist es dann herauszufinden, inwieweit sie sich in meine Arbeit einbringen wollen.

00:05:54: Das heißt, es gibt Tiere bei uns auf dem Hof, die wenig Interesse daran haben mit uns Menschen zusammenzuarbeiten – und das darf genauso sein!

00:06:02: Und es gibt aber auch Tiere, die ganz viel Interesse haben, mit uns zusammenzu arbeiten.

00:06:08: Es gibt Tiere, der unter bestimmten Umständen Interesse hat, zusammenzuarbeitet.

00:06:13: Daher sind die Tiere einfach erst mal sie selbst und das ist das Allerwertvollste.

00:06:18: Denn was die Menschen, die zu mir kommen immer mitnehmen oder hoffe ich, dass sie es immer auch mitnehmen, dass Sie an diesem Ort auch einfach sich selbst sein können.

00:06:29: Die müssen erstmal nichts leisten.

00:06:30: Sie müssen in keine bestimmten Rollen passen.

00:06:33: Dann schauen wir etwas, was wir daraus machen können und was Sie vielleicht auch daraus tun wollen?

00:06:39: Ja super spannend!

00:06:42: Ja, so besonders bei euch an der Arbeit.

00:06:44: Dass die Tiere da wirklich auch auf einer freiwilligen Basis mitarbeiten dürfen und dass du das gerade so schön gesagt hast, dass du auch vorher in Kontakt gehst und wirklich schaust welches Tier ist an dem Tag ja wirklich auch in der Lage damit zu arbeiten, dass es eben auch kein Zwang für die Tiere ist und dass das auch deine Intention ist was du den Menschen dann auch mitgeben möchtest.

00:07:07: Was sind das für Menschen mit denen du dort arbeitest?

00:07:11: Tatsächlich auch ganz unterschiedlich, so ähnlich wie unsere Tiere.

00:07:14: Genauso unterschiedlich!

00:07:17: Ich habe von Kindergartengruppen bis hin zu einer Achtzigjährigen Frau gerade eine ganz bunte Mischung an Menschen dort, die einfach alle unterschiedliche Lebensentwürfe mitbringen und unterschiedlicher Erfahrung mitbringen.

00:07:32: Da ist es schön, so viele unterschiedliche Tiere zu haben und so viele Menschen, weil dann finden sich immer die richtigen.

00:07:39: Das bereichert sehr das... ich so viele unterschiedliche Erfahrungen mit den Menschen machen darf.

00:07:46: Ja, ein

00:07:47: paar spannend und ja auch wahrscheinlich eine Arbeit die nie langweilig wird und die auch dann von der Interaktion und von der Dynamik lebt und da glaube ich auch eine sehr bereichernde Arbeit ist für die Menschen, die dann auch wirklich zu euch kommen?

00:08:01: Ja genau also es ist, nein langweillig ist das absolut nie weil man nie weiß Wie ist der Mensch an dem Tag drauf?

00:08:09: Wie ist das Tier auf dem Tag oder die Tiere, je nachdem mit wem wir in Kontakt gehen.

00:08:15: Weil man immer absolut flexibel bleiben darf und vielleicht auch muss ... weil wir eben wenig gelenkte Interaktionen haben, sondern viele freie Begegnungen.

00:08:26: Das eben einfach fordert, dass ich immer ein Auge und einen Gefühl für Mensch und Tier habe.

00:08:31: Und vor allem auch für mich selbst.

00:08:33: Das darf man dabei nie vergessen!

00:08:37: Das ist, glaube ich, der Punkt in dem ich mich am allermeisten üben darf.

00:08:41: Du hast ja eben auch zu Beginn gesagt, dass du ja zwei Standbeine hast?

00:08:45: Inwieweit ergänzen sich da diese beiden Standbeinen oder inwieweit haben sie auch Ähnlichkeiten und Gemeinsamkeiten?

00:08:52: Ist das für dich was, was gut miteinander einhergeht?

00:08:55: Oder hast du diese beiden standbeine gewählt weil Sie sich aus irgendeiner Art und Weise auch unterscheiden und ergänzten?

00:09:04: Also gemein haben sie auf jeden Fall viele meiner Werte.

00:09:09: Ich lebe in der Fotografie, aber auch in der tiergestützten Arbeit vor allem Werte wie Bedürfnisorientierung, Achtsamkeit ein Raum wo sich jemand einfach zeigen darf wie er ist und nichts anderes sein muss in dem Moment Aber auch nur das zeigen muss was er bereit ist zu zeigen oder zu teilen.

00:09:30: Das sind, glaube ich so Werte die in beiden Arbeitsbereichen einfach ganz oben bei mir stehen.

00:09:37: Weil ja auch einfach die Fotografie wie auch die t-gestützte Arbeit was sehr verletzliches Zeit haben können Denn sich vor einem Menschen vor einem Tier zu zeigen oder vor einer Kamera kann manchmal sehr herausfordernd sein für jemanden der das vielleicht sonst nicht gewohnt ist gesehen zu werden.

00:09:56: und genau deshalb haben glaube ich Die beiden Arbeitsbereiche sind sehr verbunden durch diese Werte, die ich gerade beschrieben habe.

00:10:06: Was bei der Fotografie auf jeden Fall ergänzend da ist, ist meine Liebe zum Reisen.

00:10:13: das kann nicht einfach hier in der t-geschützten Arbeit nicht so machen weil wir einfach an einem Ort sind und in der Fotographie ermöglicht es mir aber durch ganz Deutschland zu fahren und neue Orte zu sehen neu Menschen kennenzulernen Neutiere kennen zu lernen Ja, aus meinem Alltag einfach mal rauszukommen und das ist unfassbar wertvoll weil mir das oft einfach fehlt.

00:10:38: Super spannender Aspekt der... Ja, oft in vielen Berufen so ist.

00:10:42: Dass man da Punkte hat die einem irgendwie fehlen und das dann durch eine nebenberufliche Selbstständigkeit zu integrieren und sich einfach diese Ergänzung zu holen finde ich ja auch eine superschlaue Sache weil es gar nicht erst dazu kommt dass dieser fehlende Aspekt zur Unzufriedenheit in der Gesamtsituation führen kann.

00:11:02: Genau, bei den beiden Bereichen ist es super schön dass ich das ergänzen kann.

00:11:09: Was da bei mir persönlich gerade einfach zum Beispiel die Herausforderung ist, dass ich beides ganz, ganz doll leben möchte.

00:11:17: Aber leider zu wenig darauf achte Pausen zu machen.

00:11:20: Das ist dafür mich die Herausforderungen weil ich eben diese beiden Standbeine habe, die ja auch bedienen möchte, weil ich sie so gerne mache aber dann eben auch manchmal zu sagen Ich muss mich auch mal hinsetzen und nicht nur auf diesen Beinen Standbeinen stehen das die größte Herausforderung glaube ich in diesem Jahr

00:11:38: dass man auch nicht nur sein Job ist, sondern auch noch ohne die Arbeit ja auch noch ein Leben hat und ja auch eine Person ist.

00:11:45: Ohne die Arbeit, das man sich nicht zu sehr auch damit identifiziert.

00:11:49: Und ich glaube es passiert sehr schnell mit wenn man wirklich mit einer Begeisterung, mit einer Passion dabei ist Vielleicht aus einem Hobby einen Beruf gemacht hat, wie das ja oft in der Pferdewelt auch der Fall ist.

00:12:02: Dann verliert man sich glaube ich viel zu schnell in dieser ganzen Arbeitssituation weil man natürlich auch einen guten Job machen möchte, sich ein Stück weit drüber definiert und dann mal wieder so ein Stück zurückzutreten, sich zu reflektieren in die Achtsamkeit zu kommen und zu schauen was da eigentlich noch gibt.

00:12:17: es vielleicht auch eine Zeit ohne diesen Job und vielleicht sogar auch ohne die Tiere.

00:12:23: Was, glaube ich gerade für uns Pferdemenschen gar nicht so leicht ist diese Frage sich überhaupt zu stellen und dann auch eine Antwort für sich draufzufinden?

00:12:31: Das ist wirklich eine große Herausforderung denn wie du schon gesagt hast Ich lebe diese beiden Bereiche sehr mit so viel Begeisterung und so viel Liebe.

00:12:43: Darf aber nicht vergessen dass es einfach eine Ronja als nur Ronja gibt und nicht nur eine Fotografinronja oder eine ticke stützte Arbeitsronja, sondern auch einfach nur mich.

00:12:57: Das vergesse ich glaube ich schnell wenn in diesen beiden Rollen stecke die mir so viel Freude machen.

00:13:06: aber da habe ich dieses Jahr schon viel darüber nachgedracht, darüber reflektiert Und das Glück mittlerweile, dass ich ja auch einfach mal zwischendurch wieder wegfahren kann.

00:13:17: Weil Pepsi gerade so stabil ist zum Beispiel und da einfach sagen zu können okay ich fahre mal im Wochenende zu einer Freundin und bin nicht in einer Rolle sondern einfach nur für mich.

00:13:29: An einen längeren Urlaub möchte ich mir jetzt auch irgendwann mal wieder rein tasten.

00:13:32: Mal schauen ob das was wird!

00:13:34: für alle, die gerade nicht wissen warum dir das so schwerfällt.

00:13:37: Die dürfen mal in unsere erste Folge reingehören.

00:13:39: und dass es euch über die Geschichte von Dion Pepsi erzählt und warum ja das vielleicht gar nicht so leicht ist, das Pferd dann auch mal alleine zu lassen und in fremde Hände zu geben Ja, super spannend.

00:13:51: Gibt es denn für dich auch besondere Herausforderungen in deiner Arbeit mit den Menschen und den Tieren?

00:13:57: Irgendwas was dir da auch tatsächlich schwer fällt wo du an deine Grenzen kommst weil ich stelle mir das sofort dass gerade so die Arbeit wo man diese beiden Themenfelder zusammenbringt dass das durchaus ja nicht immer so leicht ist da alle Bedürfnisse unter einen Hut zu bekommen

00:14:14: auf jeden Fall definitiv lange Arbeitstage, also dass ich sehr genau schauen muss wie viele Termine ich an einem Tag unterkriege.

00:14:23: Einfach weil manche Termine sind ganz leicht und unbeschwert Und manche termine sind sehr herausfordernd Weil es ganz viele gefühle zu begleiten gibt sei es auf seiten der menschen oder aufseiten der tiere weil es vielleicht auch schwierige Themen zu besprechen gibt und all das zieht energie und da drauf zu achten wie viele Termine ich an einem Tag mache, selbst für Sorge zu betreiben und zwar wirklich um nicht nur so zu tun.

00:14:51: Das ist definitiv eine große Herausforderung da muss ich mich immer wieder dran erinnern.

00:14:56: Und dann aber auch definitiv der Bereich was es wenn sich Bedürfnisse von Mensch und Tier widersprechen Wie kann ich da vermitteln?

00:15:03: Wie kann das begleiten?

00:15:05: Das Schöne ist bei uns dass die meisten Ich würde fast sagen eigentlich alle Menschen die zu mir kommen sehr schnell merken, auch wenn es die herausfordert wie wir arbeiten also im Sinne von ein Tier wird so nichts gezwungen.

00:15:20: Wir schauen immer passt das dem Tier was wir gerade mit ihm machen wollen?

00:15:24: Passt es aber auch den Menschen?

00:15:26: und deshalb ist das zwar herausfordernd, aber man kann meist super gut vermitteln Und irgendwelche Alternativen finden.

00:15:35: Wir haben so viele Möglichkeiten bei uns auf dem Hof.

00:15:37: Es ist trotzdem herausforderend Aber meist lässt sich das sehr gut begleiten.

00:15:43: Was in dem Rahmen allerdings auch herausfordernd ist, wenn es einem selbst nicht so gut geht.

00:15:47: Aus welchen Gründen noch immer sei es man das wirklich einfach mal krank und dann sich auch einzugestehen dass man krank ist Und heute vielleicht Menschen nicht so Gut begleiten kann sich dann mal für sich entscheidet.

00:15:59: Das ist zum Beispiel auch Einfach wichtig das zu lernen und da nicht ständig über seine eigenen Grenzen zu gehen

00:16:07: ist auch, glaube ich was man sehr schön auf das Zusammensein mit seinem eigenen Pferd übertragen kann.

00:16:12: Dass man auch da immer mal schaut dass man sich nicht in dem kümmern um das andere Lebewesen selber verliert.

00:16:19: denn den Pferden geht es ja auch nur gut oder kann es nur gut gehen wenn es uns gut geht dann wir können die Umstände ja einfach nur gut gestalten wenn wir selber fit und leistungsfähig sind.

00:16:29: und leisungsfähige meine ich da nicht im Sinne dass wir durchpowern müssen und es immer besser optimieren sondern dass wir wirklich in der Lage sind, das was an Aufgaben da ist.

00:16:39: Was das Notwendige ist, dass wir das auch wirklich bewältigen können.

00:16:43: Ja genau und das ist schön, das gebe ich immer auch meinen Menschen mit gut auf sich selbst zu schauen und das dann aber auch bei sich selbst anzuwenden also ich bei mir... Das ist dann auch einfach so eine Sache, genau!

00:16:56: Also dass ich auch bei mir schaue, was kann ich z.B.

00:17:00: mit Pepsi gerade leisten oder was braucht sie vielleicht gar nicht?

00:17:03: Wo ich mich unter Druck setze und denke, sie bräuchte es.

00:17:06: Und in der Zeit einfach mal auf mich schauere.

00:17:10: Gerade zum Beispiel ist Pepsi absolut okay damit, wenn ich mir ganz viel Zeit für mich nehme.

00:17:15: Wir zwischendurch Ausflügeunternehmen oder Zeit miteinander verbringen aber darauf zu vertrauen, dass Verbindung und Beziehung trotzdem bleibt.

00:17:24: Auch weil man sich mehr Zeit für sich nimmt.

00:17:26: Ja, das ist ja schön gesagt.

00:17:30: Du hast eben noch ein Thema angesprochen was ich nochmal aufgreifen möchte.

00:17:32: Das ist das Thema Emotionen die gegebenenfalls bei Menschen aufkommen.

00:17:37: Inwieweit sind da die Tiere auch Türöffner für solche Emotion?

00:17:41: Das Schönste ist dass Tiere nicht bewerten ob ein Mensch gerade weint.

00:17:48: Tränen sind ganz schwierig für viele Menschen Gerade vor einem anderen Menschen zu feinen Gerade wenn sie vielleicht die Erfahrung gemacht haben mit ihrer Trauer oder mit ihrer Wut, oder mit welchem Gefühl auch immer nicht gesehen zu werden.

00:18:01: Und wenn wir dann bei den Tieren sind in welchem Rahmen auch immer und es kommt ein Thema hoch wo Tränen vielleicht gerade eine Möglichkeit sind um das Ganze zu regulieren Dann ist es oft einfacher das zuzulassen beispielsweise weil die Tiere einfach da sind und die sagen dann nicht hey wein doch nicht.

00:18:21: Oder warum weinst du denn jetzt?

00:18:24: Die sind einfach da und nehmen das wahr.

00:18:27: Manchmal macht man auch gar nicht aktiv was mit dem Tier, sondern man sitzt beispielsweise auf der Wiese oder im Paddock oder so ... Und dann lässt sich viel einfacher über solche Themen sprechen.

00:18:37: Also dass zum Beispiel kann vorkommen, dass die Tiere den Moment etwas ... Ich hab immer das Gefühl weicher werden lassen, sodass der Mensch auch weicher mit sich selbst sein kann.

00:18:51: Ja genau.

00:18:53: Ja, ohne dass sie eben aktiv irgendwas tun müssen dafür.

00:18:58: Genau auch ohne diese Bewertung.

00:19:00: das ist glaube ich einen Punkt den du gerade genannt hast der ganz wichtig ist, dass wir in unserer Menschenwelt einfach ganz schnell da drin sind Dinge und Personen zu bewerten Ja, auch unsere Pferde ein Stück weit zu bewerten.

00:19:12: Darüber wie ist das Exterieur?

00:19:14: Wie bewegen Sie sich?

00:19:15: Sind sie gesund?

00:19:16: Sind Sie krank?

00:19:17: Sind die dick sind sie dünn?

00:19:18: und dass vielleicht auch mal einen Moment an die Seite zu schieben und nicht immer so präsent zu haben sondern wirklich auch mal einfach nur zu sein Die Zeit gemeinsam zu genießen die Beziehungen die man da hat und aufbaut Gemeinsam zu geniessen ohne in dieses Bewertungsschema Schubladen denken wir auch immer man es betiteln möchte hinein zu rutschen.

00:19:37: ja Auf jeden Fall.

00:19:41: Wir haben ja auch einfach bei uns in Santana viele, viele alte Tiere.

00:19:45: Die einfach nicht mehr den Körper eines jungen Tiers haben und dementsprechend auch nicht mehr normschönen aussehen.

00:19:54: Und das ist aber in dem Moment niemals wichtig weil die einfach den geht's halt so wie es ihnen im Moment geht und das merken die Menschen für mich gerade noch etwas, was ich eigentlich in meiner Fotografie ein Stück weit weitergeben möchte.

00:20:11: Dass niemand vor der Kamera irgendwie bestimmt aussehen muss oder irgendwas Bestimmtes erreicht haben muss.

00:20:16: Das Pferd muss nicht super in Form sein oder irgendwie ein bestimmtes Aussehen haben sondern es darf einfach sein und Es geht um die Beziehung und die Verbindung und nichts anderes.

00:20:29: Genau

00:20:30: Ja sehr schön.

00:20:32: ja das ist auch oft so.

00:20:33: dieser Anspruch wenn man so einen Fotoshooting macht dass dann irgendwas Besonderes gezeigt werden muss.

00:20:39: Und das ist gar nicht unbedingt immer das, was hinterher ... Ja, dass es was einem so in Erinnerung bleibt, sondern manchmal sind das wirklich die eigentlich von außen langweilig erscheinenden Momente, die aber eine ganz tiefe Verbindung auch bedeuten können und die dann auch fotografisch festzuhalten.

00:20:56: Das finde ich eigentlich immer die schönsten Bilder, die man so ja von sich und seinem Tier haben kann.

00:21:02: Ja, das stimmt!

00:21:03: Denn Natürlich zum Beispiel war mich letztens eine Freundin besuchen, die ebenfalls Fotografin ist.

00:21:10: Und sie hat mich und Pepsi fotografiert wie wir über einen Weg galoppiert sind, wie wir bei einem Baumstamm gesprungen sind.

00:21:16: Das hatte für mich in dem Moment unfassbar viel Bedeutung weil Pepsi nicht das einfach so ewigkeitenlang nicht tun konnten letzten Jahr.

00:21:24: Gleichzeitig weiß ich dass es so viele andere Bilder von Pepsi und mir gibt wo wir einfach nur gemeinsam sind und die eigentlich unsere Essenz zeigen Und da ist kein Bild besser oder schlechter.

00:21:36: Aber es kommt eben, ja... darauf an was man gerade sein möchte miteinander und welche Facetten man gerade miteinander leben möchte vor der Kamera oder welche gerade wichtig scheinen.

00:21:47: Da muss das niemals irgendwie ein besonderer Trick sein oder so sondern einfach das was man gemeinsam erlebt!

00:21:54: Wenn das eben grade nur gemeinsam auf der Wiese rum sitzen ist dann ist das genauso wertvoll wie alles was man sonst noch so tun kann.

00:22:01: Ja

00:22:02: genau.

00:22:03: Sehr schön Wenn man mit dir zusammenarbeiten möchte oder deine Arbeit erleben möchte, wie kann man mit ihren Kontakt

00:22:10: reden?

00:22:11: Also am leichtesten in beiden Rollen tatsächlich über Instagram.

00:22:15: Ich habe sowohl für meine Fotografie eine Instagram-Seite als auch für meine t-gestützte Arbeitszeit ein paar Wochen noch ganz frisch Genau.

00:22:25: Und da kann man auf jeden Fall mit mir in Kontakt treten, ich teile immer wieder etwas, wo man kleine Einblicke bekommt seit jetzt meine Fotoshootings aber auch in meiner t-gestützte Arbeit.

00:22:36: Genau und da kann sich glaube ich ein ganz gutes Bild davon machen was mir wichtig ist natürlich auch jederzeit Anfragen zum Beispiel für eine Bilderbegleitung.

00:22:45: genau

00:22:46: Ja, verlinken wir auf jeden Fall beides hier unter der Podcastfolge.

00:22:49: Dass man da nochmal reinklicken kann und im Dorf Santana kann man dich ja auch treffen.

00:22:54: Da gibt es auch Besuchszeiten wo mal...

00:22:55: Genau, genau!

00:22:56: Da geschauen

00:22:57: kann und diesen Ort der Ruhe mal erleben kann.

00:23:01: Genau, da gibt es auf jeden fall wie am Öffnungszeiten an vier Tagen in der Woche.

00:23:05: Die findet man auch auf der Homepage von Santana oder auch auf die Instagram-Seite glaube ich irgendwo.

00:23:13: Und irgendwo laufe ich dann da meistens auch rum also Man sieht mich bestimmt.

00:23:16: Genau!

00:23:18: Sehr schön, gibt es zum Abschluss noch irgendwas was du mitgeben möchtest an die Zuhörer erinnern?

00:23:25: Ich empfinde es als total wertvoll dass ich gerade meine Geschichte und meine Werte teilen darf und habe in den letzten Wochen auch gedacht wie wichtig das ist, dass man das tut also jeder von uns weil ja die Welt glaube ich gerade einfach ganz viel gebrauchen kann Liebe, Nettigkeit.

00:23:47: Was auch immer man ihr so geben kann.

00:23:49: Genau und das in die Welt rauszutragen ist glaube ich einfach wertvoll egal auf welchem Weg.

00:23:54: Vielen Dank für deine Gedanken und deine Worte dazu.

00:23:58: Schön dass du da was in der heutigen Folge Ronja und auch da wieder spannende Einblicke gegeben hast Arbeit mit den Tieren und den Menschen.

00:24:07: Das ist, glaube ich eine Bereicherung für viele da auch mal so eine andere Perspektive einzunehmen und das dann auch nochmal zu reflektieren auf das Zusammensein mit den eigenen Tieren.

00:24:16: Da steckt jetzt ganz viel drin, dass man auch so für sich im Alltag mit dem Pferd nehmen konnte.

00:24:24: Dann wünsche ich dir noch einen schönen Abend!

00:24:25: Und an die Zuhörerinnen auch noch einen Schöntag und wir hören uns in der nächsten Podcastfolge wieder.

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