#48: Hufe bearbeiten wie ein Profi

Show notes

Wie kann es eigentlich sein, dass mancher Laie die Hufe seines Pferdes besser bearbeitet als so mancher Huf-Profi? Dieser Frage wollen wir in der heutigen Podcast Folge auf den Grund gehen. Es bringt einige Vorteile mit sich, wenn du als Pferdebesitzer:in die Hufgesundheit selbst in die Hand nimmst und die Verantwortung dafür übernimmst, statt dich voll auf einen Experten zu verlassen. Denn ein gesunder und funktionaler Huf ist wichtig, damit dein Pferd langfristig gesund bleibt und nicht übermäßig verschleißt.

Ab dem 10.Juni 2024 findet meine kostenlose 5-Tage-Challenge zum Thema Hufgesundheit statt. Melde dich gerne für 0 Euro an und lerne die Hufe deines Pferdes zu lesen.

Für weitere Fragen und Themenwünsche schreibe mich gerne per E-Mail unter hallo@equibu.de an.

Show transcript

00:00:00: Sarah Hallo und herzlich willkommen bei Pferd und Mensch in Balance, dein Podcast zu den Themen Hufgesundheit, stressfreie Hufbearbeitung und dem Aufbau einer vertrauensvollen Pferd-Mensch-Beziehung. Ich bin Sarah Busch, Hufpflegerin, Pferdeverhaltensberaterin und Wirtschaftspsychologin, und von mir erhältst du jede Woche in diesem Podcast hilfreiche Tipps und Wissen, um die Hufgesundheit deines Pferdes zu stärken und eine eine vertrauensvolle Beziehung zu deinem Pferd auf- und auszubauen.

00:00:37: Sarah Wie kann es sein, dass mancher Laie die Hufe seines Pferdes besser bearbeitet als ein Hufprofi? Dieser Frage wollen wir in der heutigen Podcastfolge auf den Grund gehen. Doch bevor wir in das Thema einsteigen, noch der Hinweis, dass meine 0€ Hufgesundheits-Challenge am 10. Juni startet. Vielleicht gehörst du schon zu den fast 200 angemeldeten Teilnehmer:innen. Wenn nicht, Mach doch eine kurze Pause, um dich noch schnell anzumelden. Du findest den Link unter der Podcastfolge in den Shownotes. Was dich in der Challenge erwartet, ist ein Einblick in das Thema Hufgesundheit und für jeden Tag eine kleine Aufgabe sowie ein Theorie-Input, der dir dabei hilft, die Hufgesundheit deines Pferdes noch besser einschätzen zu können.

00:01:22: Sarah Und es gibt zudem Austausch in der Community mit gleichgesinnten und interessierten Pferdebesitzer:innen in einer geschlossenen Facebook-Gruppe. Zum Ende der Challenge wird es in der darauffolgenden Woche noch mal ein Live-Webinar geben, in dem es darum geht, die Hufe als Pferdebesitzer wirklich selber zu bearbeiten und noch tiefer in das Thema einzusteigen. Und du bekommst zudem einen Einblick in mein Online-Programm Der gesunde Barhuf, in dem es darum geht, wirklich die Hufbearbeitung von Grund auf zu erlernen als Pferdebesitzer für sein eigenes Pferd. Also wenn du noch nicht dabei bist, noch nicht angemeldet bist und noch schnell mit dabei sein möchtest, dann melde dich an, um den Start am 10. Juni auf keinen Fall zu verpassen, und mach gerade eine Pause, um dich schnell einzutragen.

00:02:07: Sarah Ich habe es zu Beginn gerade schon mal angeteasert, es gibt unter den Pferdebesitzer:innen so manche Laienhufbearbeiter, die die Hufbearbeitung für ihre Pferde selber übernommen haben, die die Hufe ja meines Erachtens nach besser bearbeiten, als das so mancher Profi machen würde. Und da möchte ich mit dir heute einmal ein bisschen tiefer darauf eingehen, woran das eigentlich liegt, wie es es zu dieser Entwicklung kommt und warum es aus meiner Sicht auch auf jeden Fall sinnvoll ist, dass man sich als Pferdebesitzer mit den Hufen des eigenen Pferdes auseinandersetzt. Es ist ja so in den letzten Jahren ein bisschen zum Trend geworden, dass das Thema Hufgesundheit mehr in den Fokus rückt, und das ist aus meiner Sicht auch genau richtig, denn viele Pferdebesitzer:innen verlassen sich auf die Meinung eines Hufprofis, und wir haben einfach, das habe ich in den letzten Podcastfolgen auch immer schon wieder angeteasert, gerade eine schwierige Situation was das Berufsbild des Schmiedes, des Hufbearbeiters am Markt angeht. Wir haben da einfach eine zu geringe Dichte an Hufprofis, die unterwegs sind für die Anzahl an Pferden und die Bedürfnisse der Pferde, die da draußen gerade so bestehen. Das heißt, es besteht in den meisten Fällen nicht die Möglichkeit, dass sich ein Hufprofi ausreichend Zeit für seine Kunden nimmt, außer er ist eben sehr konsequent oder sie und nimmt wirklich nur so viele Kunden in den Kundenstamm auf, dass die Kunden wirklich auch die Zeit bekommen, dass man für Notfälle im Zweifel zur Verfügung steht und dann aber auch einen Großteil der Kundenanfragen, die dann noch kommt, ablehnen muss.

00:03:44: Sarah Das wäre tatsächlich die Situation, wie es für die meisten Fälle gesund wäre und auch für die Qualität der Arbeit besser wäre. Das ist aber oft flächendeckend gar nicht so möglich, weil echt, also die Herausforderung besteht wirklich, die vielen Kundenanfragen, die kommen, abzudecken und dann trotzdem ja immer noch zu schauen, dass man für sich eine gewisse Balance hält. Das ist gar nicht immer so einfach. Ich kenne das aus meiner eigenen Situation auch. Ich kriege wirklich regelmäßig Kundenanfragen von wirklich verzweifelten Pferdebesitzer:innen, die schon lange auf der Suche sind, die Notfälle haben, die versorgt werden müssen.

00:04:21: Sarah Und da ist es wirklich schwierig, immer konsequent für sich zu bleiben und den bestehenden Kundenstamm und auch seine eigene Gesundheit zu schützen und nicht jeden Notfall wieder mit aufzunehmen und noch mal eine Ausnahme und noch mal eine Ausnahme und noch ausnahme zu machen und doch noch jemand aufzunehmen. Dann ist man nämlich ganz schnell in der Situation, dass man eigentlich überlastet ist, zu viele Kunden für die eigene Zeit, die einem zur Verfügung steht, hat. Und da wirklich die Balance zu halten, ist gar nicht so leicht und eine große Herausforderung. Und dann entsteht häufig die Situation, dass man sich als Hufprofi durch den Alltag hetzt und sich eben nicht mehr die Zeit für nehmen kann, die man sich gerne nehmen würde für jedes Kundenpferd, um möglichst individuell auf die einzelnen Situationen eingehen zu können. Und was man auch sagen muss, dann kommt es halt auch zu Situationen, wo dankend angenommen wird, wenn auch mal längere Rhythmen, Bearbeitungsrhythmen entstehen, weil man dann einfach wieder Puffer hat, um für sich selber so ein bisschen zeitliche Entspannung reinzubringen.

00:05:23: Sarah Das ist leider die Realität in der Hufbearbeitung. Und da muss man wirklich sehr, sehr konsequent sein als Profi, um da nicht auf diesen Pfad einzusteigen oder in diese Falle zu tappen oder dann hinterher auch wieder da rauszukommen aus dieser Falle. Und das ist der Grund, weswegen ich dann irgendwann angefangen bin, Pferdebesitzer:innen selber in der Hufbearbeitung zu schulen, weil ich für mich meine Kapazitätsgrenze erreicht hatte und für mich festgelegt habe, dass ich erst wieder neue Kunden annehmen kann, wenn andere wegfallen oder Plätze wieder frei werden. Und die Situation ergibt sich leider oder für mich zum Glück nicht so häufig, dass bei mir ein Wechsel im Kundenstamm stattfindet. Meistens ist das, wenn eben Pferdebesitzer:innen umziehen, aus meinem Radius rausziehen, Pferde gehen müssen oder eben ich an meine Grenzen komme und sage, da muss jetzt doch irgendwie ein Beschlag drunter und den kann ich jetzt in der Form nicht abdecken, weil es zum Beispiel ein orthopädischer Beschlag sein muss.

00:06:25: Sarah Und da bin ich dann angefangen, Pferdebesitzer:innen anzubieten, dass ich eben ihnen zeige, wie die Bearbeitung funktioniert, sodass sie auf sich alleine gestellt sind auf der einen Seite, aber immer noch Zugriff haben, dass ich regelmäßig vorbeikomme und dann eben nur kontrolliere. Das kostet mich deutlich weniger Zeit und Kraft und es kann dann auch eben, wenn die Pferdebesitzer:innen sicher sind in der Hufbearbeitung oder immer sicherer werden, dann auch in größeren Abständen sein, dass ich nicht mehr so häufig vorbeikomme, um eben die Hufsituation zu kontrollieren. Und somit habe ich dann wieder Kapazitäten frei für Pferdebesitzer:innen, die auf der Suche sind, die wirklich Notfälle haben, die es vielleicht auch körperlich selber nicht machen können oder selber erst mal noch so einen etwas längeren Prozess brauchen, um dahin zu kommen, dass sie sich das wirklich selber zutrauen, weil die Hufsituation wirklich schwierig ist. Und Pferdebesitzer:innen zu befähigen, die Hufgesundheit ihrer eigenen Pferde selbst in die Hand zu nehmen, hat auch darüber hinaus noch viele weitere Vorteile für den Besitzer selber und auch für das Pferd. Denn Hufgesundheit ist— ich glaube, das ist inzwischen bei fast allen Pferdebesitzer:innen angekommen— ein elementarer Baustein der Gesamtpferdegesundheit, hat Einfluss auf weitere Faktoren wie die körperliche Konstitution des Pferdes.

00:07:44: Sarah Also es gibt viele körperliche Baustellen, die aus meiner Sicht ihre Ursache haben in einer schlechten, falschen Hufbearbeitung, einem unpassenden Hufbeschlag. Und da müssen wir einfach noch mehr hinkommen, dass wir das erkennen als Pferdebesitzer:innen und dem entgegensteuern. Und das klappt eben am besten, wenn man selber informiert und weitergebildet ist, um das wirklich selber einschätzen zu können und da eben nicht von Hufprofis abhängig zu sein. Aber ich möchte mit dir noch einmal strukturiert durch die Vorteile, die es aus meiner Sicht mit sich bringt, durchgehen. Als Erstes würde ich sagen, ist es von elementarem Vorteil, dass du als Pferdebesitzer:in dein Pferd am besten kennst und auch im Alltag tagtäglich erlebst, wie es eben mit seinen Füßen zurechtkommt, und somit dann auch die Maßnahmen und Korrekturen am Huf wählen kannst, die für das Pferd passend sind.

00:08:38: Sarah Weil ich als Hufprofi, wenn ich zu dir zur Hufbearbeitung komme, sehe dein Pferd alle 4 bis 6 Wochen in der Regel. Um die Hufe zu bearbeiten und nehme in dieser Zeit immer nur den Ist-Zustand wahr, weiß aber gar nicht, wie ist denn die Situation zwischendrin. Kommt das Pferd im Gelände gut mit den Hufen zurecht? Wie sieht es unterm Sattel aus? Gibt es Verspannungen im Pferdekörper, die in Zusammenhang gesetzt werden können mit der Hufgesundheit?

00:09:05: Sarah Also das sind alles so Faktoren, die sich ja gegenseitig bedingen, genauso wie Haltungsbedingungen, die sich wieder auf die Hufgesundheit und die Gesamtgesundheit des des Pferdes auswirken, Fütterung. Also da gibt es ja ganz viele verschiedene Zusammenhänge, die den Alltag des Pferdes ja so ein Stück weit begleiten und die es dann zu ermitteln und auch mal zu analysieren gilt. Und das kann man natürlich selber nur leisten, wenn man auch ein gewisses Grundwissen zu diesen Thematiken hat und eben weiß, auf welche Faktoren es ankommt und worauf man achten muss. Und auch wenn ich zu Pferdebesitzer:innen komme, die vielleicht die Hufe ihrer Pferde nicht selber bearbeiten können, die sich aber mit dem Thema Hufgesundheit auseinandergesetzt haben, ist das für mich deutlich leichter, mit denen ins Gespräch zu kommen und nach den möglichen Ursachen für Probleme zu suchen, wenn eben da die gleiche Sprache gesprochen wird und Pferdebesitzer:innen darin geschult sind, worauf sie eben achten müssen, worauf es ankommt, um Zusammenhänge zu erkennen und zu analysieren. Ein zweiter Vorteil, sich mit den Hufen des eigenen Pferdes ein bisschen genauer auseinanderzusetzen, ist, dass es immer schwieriger wird, sich auf das Urteil von eben Hufprofis zu verlassen, da es inzwischen so viele unterschiedliche Bearbeitungsrichtungen gibt und viele davon sind inzwischen sehr dogmatisch unterwegs und verkaufen ihre Methode, ihre Herangehensweise als die einzige Wahrheit.

00:10:34: Sarah Und dann kommt das eine Pferd, auf das diese Wahrheit nicht zutrifft, wo man eben mit einer dogmatischen Theorie an die Grenzen gerät und dann anfangen muss, über den Tellerrand hinauszuschauen. Das ist auch so ein bisschen eine Entwicklung, die man als Hufprofi dann durchmacht. Man lernt ja erst mal eine Wahrheit in der Ausbildung kennen, auf die man sich verlässt und die einem ja auch selber so ein bisschen Sicherheit und einen gewissen Rahmen gibt. Und dann kommt man aber, wie gesagt, in der Praxis an Grenzsituationen, wo man eben mit diesen Theorien und Dogmen nicht weiterkommt, sich wieder weiterbilden muss, über den Tellerrand hinausschauen muss. Wenn das allerdings nicht gegeben ist, ja, hat man eben auch irgendwann ein Problem, gerade als Pferdebesitzer bzw. Als Pferd, weil man dann vor der Situation steht, dass man oft gesagt bekommt, das ist so, da muss man mit leben. Und das kann man selber natürlich am besten einschätzen, ob das wirklich so ist, wenn man sich selber mit der Hufgesundheit Gesundheit so ein bisschen auseinandergesetzt hat, sein eigenes Pferd dann gut lesen kann und gut einschätzen kann und gucken kann, woran liegt es wirklich, dass wir eben hier in der Hufbearbeitung nicht weiterkommen. Gibt es andere Stellschrauben, die wir noch drehen können, oder ist es wirklich so, dass das Pferd zum Beispiel einen Befund hat im Bewegungsapparat, was sich eben auch auf die Hufe auswirkt und wo man wirklich nicht gegensteuern kann. Und da muss man sagen, Es ist eben durchaus von Vorteil, wenn man selber dieses Urteil eines Profis einschätzen kann und für sich bewerten kann: Glaube ich dieser Einschätzung jetzt? Gehe ich die auch mit aus dem, was ich mir bisher an Wissen aufgebaut habe?

00:12:12: Sarah Oder ist jetzt der Zeitpunkt gekommen, wo ich wirklich noch mal über den Tellerrand hinausschaue und noch mal gucke, welche anderen Stellschrauben können wir hier noch drehen? Ist es die Haltung, die angepasst angepasst werden muss. Können wir an der Fütterung noch irgendwas an Stellschrauben drehen? Braucht es vielleicht doch noch mal eine engere Begleitung durch Physio oder Osteo? Braucht es ein angepasstes Training, um die Situation wieder in Gang zu bringen und zu verbessern?

00:12:38: Sarah Und das sind alles Parameter, die eben nicht alle durch einen Hufbearbeiter abgedeckt werden, weil nicht alle Hufbearbeiter oder Hufprofis so breit aufgestellt sind und auch in den anderen Bereichen ein gewisses Basiswissen haben. Und dafür ist es eben von Vorteil, wenn du dich als Pferdebesitzer mit der Thematik auseinandersetzt. Und Pferdebesitzer sein bedeutet heutzutage auch wirklich anspruchsvolles Wissen zu haben und sich in vielen Bereichen weiterzubilden, um zumindest einschätzen zu können, ob das, was man von Profis erzählt bekommt, wirklich das ist, was auch für die Praxis am eigenen Pferd und für die ganzen Rahmenbedingungen, die auf ein selber und das individuelle Pferd zutreffen passt. Der dritte Punkt, der für mich ein absoluter Pluspunkt ist, sich mit der Hufgesundheit und auch der Hufbearbeitung selbst auseinanderzusetzen, ist das passende Bearbeitungsintervall. Denn wenn du die Hufbearbeitung deines Pferdes selbst übernehmen kannst und zumindest zwischenraspeln kannst und da so ein bisschen die Hufe in Form halten kannst, dann kannst du das Bearbeitungsintervall ja so individuell wie möglich für dein Pferd gestalten.

00:13:50: Sarah Optimal sind für die meisten Pferde tatsächlich Bearbeitungsintervalle gerade im Sommer von 2 bis 4 Wochen und viele Pferde kommen natürlich auch mit einem 6-Wochen-Intervall gut hin, die wenigsten Pferde tatsächlich mit längeren Intervallen, aber du kannst es natürlich auch nicht immer so optimal gestalten für dein individuelles Pferd, weil es ja oft auch Sammeltermine am Stall gibt, die eben nicht zulassen, dass ein Hufbearbeiter oder ein Schmied noch mal extra für ein Pferd da extra Termin zum Beispiel den Stall anfährt. Aus arbeitsorganisatorischer Sicht des Hufprofis ist das natürlich völlig verständlich, weil man da natürlich auch so ein bisschen Fahrtstrecken kurz halten muss und nicht mehr Zeit im Auto verbringen möchte als am Pferd. Für die Pferde bzw. Dich als Pferdebesitzer ist das natürlich ja deutlich von Nachteil, wenn da nicht auf die individuellen Bedürfnisse eingegangen werden kann. Und so bist du einfach ein bisschen unabhängiger und kannst eben dir selber helfen, wenn du feststellst, dass eben das Bearbeitungsintervall viel zu lang ist und du zwischendrin deinem Pferd so Erleichterung verschaffen kannst und auch verhindern kannst, dass die Umstellung zwischen den Terminen eben zu groß ist.

00:15:01: Sarah Also wenn dann die Füße wirklich gerade jetzt im Sommer, wo das Wachstum ja auch deutlich schneller ist als im Winter, und du ja dann nicht so eine extreme Umstellung einfach hast, wenn dein Pferd zum Beispiel ein 6- oder 8-Wochen-Intervall überstehen muss und dann von total langen Füßen wieder auf kurze Füße sich wieder umstellen muss und sie dann aber in viel zu schneller Zeit wieder total lang wachsen und ausarten. Gerade für Korrekturhufe ist es dann total schwierig, da wirklich eine richtige Korrektur vorzunehmen, weil man eigentlich wirklich von Intervall zu Intervall immer nur dabei ist, wieder den Ist-Zustand vom letzten Mal herzustellen und gar nicht wirklich in die Korrekturmaßnahme unbedingt reinkommt. Und ich habe festgestellt, gerade bei schwierigen Hufsituationen oder Korrekturhufen ist es von deutlichem Vorteil, wenn Pferdebesitzer:innen da in der Lage sind, selber mitzubearbeiten. Gerade wenn sie das individuell für ihr Pferd gezeigt bekommen, wo eben die Problemstellen sind, wo man korrigieren kann, wo man das Pferd unterstützen kann und da wirklich einen Maßnahmenplan aufstellt, den Pferdebesitzer:innen dann selber umsetzen können bzw. An diesen Maßnahmenplänen mitarbeiten können.

00:16:09: Sarah Und das Ergebnis war in der Vergangenheit bei meinen Kundenpferden eigentlich immer die Situation, dass die Korrektur deutlich schneller zum Erfolg gekommen ist und die Pferde deutlich schneller wieder passende, bequeme Füße hatten und man eben wegkommt von dem, wir raspeln es oder bearbeiten es einfach erst mal wieder nur in Form, sondern gehen da wirklich in eine Korrektur rein und verschaffen eine Verbesserung für das Pferd. Das waren aus meiner Sicht mal die drei wesentlichen Vorteile, die es hat, sich als Pferdebesitzer:in mit dem Thema Hufgesundheit auseinanderzusetzen. Da gibt es mit Sicherheit noch zahlreiche mehr, wie dass sich auch die Beziehung noch mal intensiviert und verstärkt, wenn man einfach noch mal in einen anderen Kontext geht mit seinem Pferd. Das ist ja auch ein Thema, was mir immer sehr wichtig ist, da den Beziehungsaufbau zwischen Pferd und Mensch zu fördern und zugucken, dass man Situationen möglichst pferdefreundlich gestaltet und Pferden aber auch dann gleichzeitig einen fairen Rahmen gibt. Das ist auch eben ein Thema, was man sehr gut in der Hufbearbeitung nochmal challengen kann, weil da natürlich auch wieder noch die ein oder andere Herausforderung auf einen als Pferdebesitzer zukommt.

00:17:17: Sarah Aber wie gesagt, mir geht es jetzt hier erstmal um die Punkte, die wirklich eine Verbesserung für die Hufgesundheit beim Pferd erzielen. Zielen. Und da gibt es eben auch die Vorteile, dass du als Pferdebesitzer einfach in die Eigenverantwortung kommen kannst. Eigenverantwortung ist ein Thema, was mir auch schon immer ganz wichtig ist. Wenn du den Podcast schon länger hörst, dann weißt du, dass das ja— ich da auch schon mal ganze Podcastfolgen zu aufgenommen habe, zu dem Thema Eigenverantwortung und Selbstwirksamkeit.

00:17:44: Sarah Und das kommt eben auch hier im Bereich der Hufbearbeitung zum Tragen. Du kannst eben mit dem Erwerb von Wissen zum Thema Hufgesundheit selber in die Verantwortung gehen und bist nicht mehr abhängig von einem Hufprofi, der dir erzählt, das ist so und das lässt sich nicht verändern, und kannst da einfach gucken, dass du die passenden Stellschrauben drehst, die eben auch vielleicht über die Hufbearbeitung hinausgehen. Denn wir haben ja eben auch einmal auf das Thema Zusammenhänge geschaut, und je intensiver du dich mit dem Thema Hufgesundheit und seinen angrenzenden Themenschwerpunkten auseinandersetzt, desto besser wirst du diese Zusammenhänge zwischen Huf und körperlichen Themen, Bewegungsapparat, Haltung, Fütterung und Co. Auch wirklich verstehen können und ein Gefühl dafür entwickeln, welche Stellschrauben du eben drehen kannst, um noch mehr Verbesserungen für dein Pferd zu erzielen und damit auch eine nachhaltige Gesunderhaltung zu fördern. Denn das ist ja immer so das oberste Ziel.

00:18:43: Sarah Wir machen das ja nicht aus Spaß an der Freude, weil wir zu zu viel Zeit haben, um uns noch mehr Wissen zum Thema Pferd anzueignen. Das ist ja für die meisten von uns auch wirklich ein Hobby, mit dem wir uns auseinandersetzen wollen, wo wir Spaß haben wollen, Freude haben wollen und nicht immer nur uns selbst optimieren wollen. Und darum geht es auch gar nicht, immer mehr in die Selbstoptimierung zu kommen, sondern wirklich möglichst lange was von seinem Partnerpferd zu haben, es möglichst lange gesund zu erhalten und den Verschleiß zu vermindern. Und das ist auch der Schwerpunkt, den ich in dem, was ich unterrichte zum Thema Hufgesundheit, setze, dass du einfach erkennst, welche Stellschrauben du drehen kannst, um eben die Hufgesundheit zu fördern, um dein Pferd an sich länger gesund zu halten und hinten raus weniger Therapiemöglichkeiten in Anspruch nehmen zu müssen, wie zum Beispiel Physiotherapie, Osteopathie, tierärztliche Dienstleistungen, und eben dann auch ein langfristig gesundes Pferd zu haben. Was eben nicht schon mit 15 die ersten Befunde wie Hufrollenbefunde und Co.

00:19:47: Sarah Hat oder eine Hufrehe hat, wo du dich mit mühseliger Energie wieder rausbewegen musst, weil das ist ja auch das, was dann hinterher kräftezehrend ist. Wenn die Pferde erst mal krank sind und ihre Beschwerden haben, wird es für uns noch beschwerlicher, weil wir dann immer mehr nur ins Kümmern kommen und gar nicht mehr die Freizeit gemeinsam so richtig genießen können. Und mehr Therapeuten für unsere Pferde sind und es ja auch dann eine emotionale Belastung noch mal zusätzlich ist, wenn wir eben ein krankes Pferd zu versorgen haben. Wenn du es zu Beginn der Folge noch nicht getan hast und jetzt neugierig geworden bist auf die Challenge und die Inhalte, die dich da erwarten, dann trag dich noch schnell für die 0-Euro-Challenge ein. Du musst dann nur deine Kontaktdaten hinterlegen, dich in Elopage anmelden für die Challenge und ansonsten Ansonsten ist das Ganze für dich kostenfrei und da erhältst du eben einmal ein paar Wissens-Snacks, die du direkt in der Praxis umsetzen kannst.

00:20:45: Sarah Also schau noch mal in den Shownotes vorbei, wenn du es eben noch nicht getan hast zu Beginn der Folge. Trag dich für die Challenge ein und du erhältst da dann auch einen Einblick, wie ich eben das Thema Hufgesundheit vermittle, kannst mich noch mal ein bisschen besser kennenlernen und deine Fragen zum Thema Hufgesundheit dann auch gezielt in der Facebook-Gruppe die es begleitend zu der Challenge gibt, dann auch stellen. Lass gerne auch eine 5-Sterne-Bewertung da, wenn du das noch nicht getan hast, neu hier im Podcast bist. Es kommen jede Woche auch wieder viele neue Hörer:innen dazu. Das freut mich total, dass der Podcast auch auf so gute Resonanz stößt und so gutes Feedback bekommt.

00:21:25: Sarah Wenn du Themenwünsche hast, schreib mir die gerne über Instagram oder per E-Mail, dann greife ich die gerne auch Hier in dem Podcast auf, oder wenn du konkrete Fragen hast, dann kann ich das gerne auch einmal hier nutzen, um eine Fragensession zum Thema Hufgesundheit und auch vielleicht zu meinen Angeboten noch mal, ja, als Sonderfolge aufzunehmen. Genau, schreib mir da gerne mal dein Feedback zu, was dich interessiert, was du wissen möchtest, und dann freue ich mich, wenn wir uns in der nächsten Folge nächsten Dienstag hier wieder im Podcast hören und wünsche dir bis Bis dahin, eine tolle Zeit mit deinem Pferd.

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