#33: Hufe selbst bearbeiten
Show notes
Hast du schon öfter mit dem Gedanken gespielt, die Hufbearbeitung deines Pferdes selbst zu übernehmen? In dieser Folge erzähle ich dir, wie ich selbst dazu gekommen bin, mit der Hufbearbeitung zu starten und in welchen Fällen das auf jeden Fall sinnvoll ist.
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Wenn du Fragen zur heutigen Folge oder weitere Themenwünsche rund um die Themen Pferdeverhalten, Persönlichkeitsentwicklung oder Pferdehuf hast, schreib mir gerne eine E-Mail an hallo@equibu.de oder über meinen Instagram Account @sarah_equibu.
Show transcript
00:00:05: Sarah Hallo und herzlich willkommen bei Pferd und Mensch in Balance, dein Podcast zu den Themen Pferdeverhalten, Persönlichkeitsentwicklung und dem Aufbau einer vertrauensvollen Pferd Mensch Beziehung. Ich bin Sarah Busch, Wirtschaftspsychologin, Pferdeverhaltensberaterin und Hufpflegerin. Du bekommst von mir in diesem Podcast jede Woche spannendes Wissen, um dein Pferd noch ein bisschen besser zu verstehen.
00:00:36: Sarah In der heutigen Podcast Folge möchte ich mit dir darüber sprechen, in welchen Fällen es sinnvoll ist, dass du als Pferdebesitzer dich selber mit dem Thema Hufbearbeitung auseinandersetzt oder die Hufbearbeitung teilweise oder komplett selbst übernimmst und welche Voraussetzungen du dafür mitbringen solltest, wenn dich das Thema interessiert und du da einsteigen möchtest. Wer mich schon länger verfolgt oder den Podcast hört, der weiß, dass es mir ein großes Anliegen ist, die Pferdebesitzerin in die Eigenverantwortung und Selbstwirksamkeit zu bringen, Also dich als Zuhörer hier in diesem Podcast. Ich selbst habe die Hufbearbeitung auch aus der Not heraus gelernt und die Hufbearbeitung meiner eigenen Pferde übernommen, nachdem ich keinen gefunden habe, der das für mich so übernimmt, dass meine Pferde damit gut zurechtkommen. Ich habe damals mit dem Schmied, der uns betreut hat, immer wieder Diskussionen geführt darüber, ob wir den Bearbeitungszeitraum verkürzen können, wo mir immer wieder gesagt wurde, das sei nicht notwendig und auch darüber, wie die unterschiedlichen Strukturen hingestellt wurden. Mein eines Pferd lief zum Beispiel immer grundsätzlich die Tage nach der Hufbearbeitung total fühlig und war ziemlich extrem kurz geschnitten.
00:01:53: Sarah Das wurde immer schlimmer, nachdem ich das Thema angesprochen habe, wahrscheinlich weil der Schmied eben nicht das Intervall verkürzen wollte, weil er eh schon zu viel zu tun hatte. Und für zwei Barhufer dann bei uns an den Stall fahren war aus seiner Sicht wahrscheinlich nicht so sinnvoll. Auf der anderen Seite wäre ich tatsächlich auch bereit gewesen, das Intervall anzupassen und mich auch danach zu richten, wann er eh in der Gegend gewesen wäre. Also irgendwie konnte ich das Ganze nicht so richtig nachvollziehen, warum das Intervall nicht anpassbar war und warum meine Pferde immer schlechter liefen und immer schlechter da standen auf den Hufen. Ich bin dann da hingegangen und habe das Thema selber gelernt.
00:02:35: Sarah Damals gab es noch keine Online Kurse oder Online Begleitung zu diesem Thema, sondern ich hatte jemanden vor Ort, der mich da begleitet hat und habe dann nach und nach immer mehr Hufkurse in Präsenz besucht, um da einfach mir das Wissen anzueignen und wirklich in die Selbstwirksamkeit und Eigenverantwortung zu kommen. Und auch bei mir gab es da viele Hoch und Tiefpunkte von Sinnkrebs, wo ich mich gefragt habe, ob ich das wirklich selber kann und wirklich verzweifelt war, weil ich dachte, ich mache meine Pferde kaputt und das kann doch alles so nicht richtig sein Und wurde dann aber trotzdem immer wieder belohnt damit, dass sie gut liefen, dass die Hofsituation immer besser wurde und sie wirklich auch auf Strecken, wo sie sonst extrem fühlig gelaufen sind oder gar nicht drüber wollten, dass es da immer besser wurde und sie mittlerweile wieder echt gut dastehen nach den Jahren, wo ich das jetzt selber mache. Und ich habe mich dann letztendlich auch dazu entschlossen, die Hufbearbeiterausbildung zu machen, weil mich am Stall immer mehr angesprochen haben, die auch die Hufe gemacht haben wollten und Freunde, Bekannte mich darauf angesprochen haben, weil es einfach unwahrscheinlich schwierig schon zu der Zeit war, jemanden zu finden, der auch bereit war, Dinge zu überdenken und die Hufsituation zu optimieren und anzupassen.
00:03:59: Sarah Und ich kann sagen, dass ich es bis heute keinen einzigen Tag bereut habe, diese Verantwortung für meine eigenen Pferde zum einen übernommen zu haben und das Ganze jetzt eben auch als Job mache, um vielen anderen Pferdemenschen auch helfen zu können und sie in die Selbstwirksamkeit zu bringen. Und das ist mir auch ein großes Anliegen, wie gesagt, dass ich eben nicht nur zu meinen Kunden hinfahre und meinen Job mache, sondern sie auch immer mitnehme, Dinge erkläre und sie dazu befähige, dass sie wirklich auch die Pferdegesundheit selbst in die Hand nehmen können und ich nicht als Dienstleister verantwortlich bin für all meine Kundenpferde, weil das kann ich zum einen nicht leisten und das möchte ich auch nicht leisten, denn ich habe genug Verantwortung mit meinen eigenen Tieren, da muss ich nicht noch die komplette Verantwortung für all meine Kundenpferde übernehmen.
00:04:50: Sarah Und genau das ist der Punkt, weswegen ich glaube, dass es so sinnvoll ist, sich selber mit diesen Themen auseinanderzusetzen. Es gibt natürlich hunderte Themen rund ums Pferd, mit denen man sich immer wieder auseinandersetzen kann und wo es Potenzial gibt, sich wahrscheinlich ein ganzes Leben lang weiterzubilden und tiefer in die Themen einzutauchen. Aber sich da erstmal auf den Weg zu machen und sich mit den Basics zu beschäftigen, das ist, glaube ich, gerade in diesem Themenfeld unwahrscheinlich sinnvoll. Doch in welchen Fällen ist es denn jetzt eigentlich sinnvoll, die Hufbearbeitung selbst komplett oder teilweise zu übernehmen? Zum einen ist es einmal wichtig, dass dein Pferd überhaupt erstmal barhuf läuft, denn die Barhufbearbeitung ist erstmal ein komplexes Thema, in das es sich einzuarbeiten gilt.
00:05:39: Sarah Und da ist es aus meiner Sicht nicht sinnvoll, sich auch gleichzeitig noch damit auseinanderzusetzen, ob das Pferd einen Hufschutz in geklebter oder genagelter Form braucht. Das ist aus meiner Sicht dann erstmal next level. Da sollte das Pferd im ersten Schritt erstmal barhufer sein und barhuf gut laufen können, damit du in dieses Thema einsteigen kannst. Die Barhufbearbeitung ist ein Thema, was auf den ersten Blick total komplex zu sein scheint. Es ist aber tatsächlich nichts, was man nicht lernen kann, wenn man wirklich Interesse hat an dem Thema, sich da tiefer reinbegeben möchte, sich mit den unterschiedlichen Theorien auseinandersetzen möchte, die Zusammenhänge verstehen möchte, die sich im Huf und auch im Huf und im ganzen Körper gemeinsam abspielen, dann ist es definitiv ein Thema, was machbar ist und wo man sich hineinbegeben kann und sollte als Pferdebesitzer und was nichts Hochwissenschaftliches ist.
00:06:39: Sarah Klar gibt es immer ein paar technische Dinge, die man verstehen muss, ein paar Gesetzmäßigkeiten, die dem Ganzen zugrunde liegen, aber das ist wirklich kein Hexenwerk und durchaus machbar, sich da wirklich mit dieser Thematik auseinanderzusetzen. Und im Idealfall stehst du ja nicht von Anfang an direkt komplett alleine da mit deinem Pferd und der Hufbearbeitung, sondern hast auch in Präsenz noch einen Experten an deiner Seite, der dich entweder coacht und dir die Hufbearbeitung selber beibringt oder du nimmst zum Beispiel an einem Online Programm teil, wo du das Ganze lernst, wo du hoffentlich dann auch Unterstützung an deiner Seite hast über einen längeren Zeitraum und begleitet wirst und im Idealfall dann vor Ort auch noch deinen Experten hast, mit dem du die Dinge besprechen kannst, die dafür offen ist und mit dir in den Austausch geht und dich da auch ganz intensiv vor Ort mit begleitet, dann ist es natürlich sinnvoll, wenn du einen Hufbearbeiter oder Schmied vor Ort hast, dass du erstmal einsteigst und die Hufbearbeitung teilweise übernimmst, um zum Beispiel das Intervall zu kürzen. In vielen Korrekturfällen, wenn du zum Beispiel das Pferd vom Eisen auf Bach umstellst oder wenn du Fehlstellungen hast, die aus dem Huf heraus resultieren, aus dem Gangbild heraus resultieren, dann kann es durchaus sinnvoll sein, das Pferd in deutlich kürzeren Intervallen von 2 bis 4 Wochen vielleicht zu bearbeiten.
00:08:10: Sarah Und wenn du in deiner Region Hufbearbeiter und Schmiedenotstand hast, dann weißt du vielleicht, dass das nicht immer ganz leicht umsetzbar ist. Und in diesen Fällen macht es aus meiner Sicht Sinn, mit einzusteigen und mal mit zu raspeln, den Tragrand zu kürzen Hebel wegzustrecken und ganz langsam in die Hufbearbeitung einzusteigen.
00:08:31: Sarah Es ist aus meiner Sicht aber auch machbar, wenn du sagst, du hast zum Beispiel gar keinen Hufbearbeiter vor Ort, dass du dann komplett die Hufbearbeitung selbst übernimmst. Dafür braucht es mit Sicherheit ein bisschen intensivere Begleitung, als wenn du nur beiraspelst, weil du dann einfach diese Kontrollinstanz an der Stelle in Form deines Hufbearbeiters oder Schmiedes nicht direkt vor Ort hast und du müsstest dich da immer wieder in eine Rückkopplungsschleife begeben, um dir Feedback einzuholen, dass die Hufsituation wirklich sich in die richtige Richtung entwickelt. Welche Voraussetzungen solltest du mitbringen, um die Hufbearbeitung auch wirklich selbst übernehmen zu können? Der erste Punkt, der da ganz wichtig ist, ist einmal deine körperliche Situation. Denn die Hufbearbeitung ist eine körperlich anstrengende Tätigkeit, die durchaus auf den Rücken geht, wo man gut trainiert sein sollte, vor allem eine gute Bauchmuskulatur, Muskulatur haben sollte, aber auch der Rücken sollte regelmäßig trainiert werden.
00:09:30: Sarah Und wenn du da sagst, das ist völlig in Ordnung, du hast da keine größeren Vorbelastungen in dem Bereich, dann sollte das durchaus möglich sein, die Hufbearbeitung selbst zu übernehmen. Wenn du merkst, dass du schon beim Hufe auskratzen, wenn das mal ein bisschen länger dauert, Probleme hast, dich wirklich nach vorne zu bücken, in dieser gebückten Haltung zu stehen, dann ist das mit Sicherheit ein Punkt, den man noch mal sich intensiver angucken sollte, wo man vielleicht das Ganze auch noch mal ärztlich oder physiotherapeutisch abchecken lassen sollte, um zu gucken, ob man da wirklich in der Lage zu ist und sich nicht körperlich dann auch noch kaputt macht. Darüber hinaus solltest du dann natürlich bereit sein, die Verantwortung für dein Pferd und die Hufbearbeitung auch wirklich selbst zu übernehmen und da wirklich auf euch zu achten, zu entscheiden, wann braucht ihr Unterstützung, wie kommst du selber alleine klar, wie entwickelt sich die Situation, dass du da wirklich eigenverantwortlich handelst und guckst, was das Beste für dich und dein Pferd ist. Und ich kann dir versprechen, wenn du das wirklich ernst nimmst und wirklich eine Verbesserung erzielen willst, dann wirst du das auch tun, wenn du da dich in das Thema hinein begibst und wirklich bereit bist zu lernen und dich weiterzuentwickeln in diesem Bereich.
00:10:49: Sarah Und dann kommen wir auch schon zum letzten Punkt, der aus meiner Sicht total wichtig ist.
00:10:54: Sarah Und der Punkt ist, dass du das Bestmögliche für dein Pferd rausholen möchtest und bereit bist, über den Tellerrand hinauszuschauen. Denn das Thema Hufbearbeitung endet nicht am Vorderfuß, Wurzelgelenk oder am Sprunggelenk, sondern das betrifft das komplette Pferd, die komplette Statik des Pferdes, ein ganzheitlicher Blick auf das Pferd sinnvoll ist. Da kommt man natürlich von einem Thema zum anderen und kann sich immer tiefer und tiefer in die Materie hineinarbeiten. Aber da musst du auch immer wieder für dich die Grenzen sehen können, dass es da Experten gibt, die dir weiterhelfen können und dass du nicht auch alles alleine schaffen musst, auch wenn du jetzt diese Verantwortung übernimmst. Das ist mir an dieser Stelle auch noch mal ganz wichtig zu sagen, dass es mir nicht bei der Eigenverantwortung darum geht, dass du dir keine Hilfe mehr suchen darfst oder sollst, sondern dass du wirklich selber Entscheidungen für dein Pferd und dich und eure gemeinsame Situation triffst und da dann auch hinter stehst und dich völlig hingibst in Expertenmeinung und das Ganze nicht hinter hinterfragst.
00:12:01: Sarah Es ist aus meiner Sicht besonders wichtig sogar, dass man sich immer wieder auch einen Blick von außen holt. Das tue ich zum Beispiel für mich und meine eigenen Pferde auch, dass ich da auch immer wieder andere Leute drauf gucken lasse und mir Feedback hole zu der Situation meiner eigenen Pferde, weil man da auch mit der Zeit immer wieder blinde Flecken entwickelt und sich Fehler einschleichen, sich Dinge einschleichen, die man vielleicht selber gar nicht so wahrnimmt. Dafür ist es einfach gut, ein gutes Netzwerk an Dienstleistern zu haben, auf die man immer wieder zurückgreifen kann, wenn der eben da ist. Um in die Eigenverantwortung zu kommen und die Hofgesundheit deines eigenen Pferdes zu übernehmen, kannst du natürlich auch mit mir zusammenarbeiten. Ende des Monats startet mein Online Hufkurs mit Begleitung.
00:12:46: Sarah Da bekommst du jede Menge Wissen mit an die Hand, um die Hufgesundheit eben besser beurteilen zu können, die wichtigsten Parameter zu kennen für einen gesunden Huf und dann auch das Handwerkszeug, um wirklich in die konkrete Bearbeitung einzusteigen. Und du hast die Möglichkeit, da wirklich jederzeit Fragen zu stellen, mit mir live in den Austausch zu gehen, mir auch mal Bilder zu zeigen von den Hufen deiner Pferde, damit wir da gemeinsam drauf gucken können und die beste Situation für dein Pferd rausholen können. Wenn du da Interesse hast, an diesem Kurs teilzunehmen, dann trag dich jetzt schon auf die Warteliste ein. Die findest du hier in den ShowNotes unter der Podcast Folge Und ich würde mich freuen, wenn wir uns da wiedersehen. Es wird vorab auch noch ein kostenloses Live Webinar geben, wo wir noch mal intensiver auf diese Themen, die ich auch heute angeschnitten habe, eingehen werden, wo du auch noch mal die konkreten Inhalte des Kurses kennenlernen kannst und genau erfährst, wie die Zusammenarbeit in dem Kurs mit mir aussieht.
00:13:49: Sarah Wenn du dich auf die Warteliste setzen lässt, dann bekommst du automatisch Zugang zu diesem Kurs. Also ich freue mich, wenn du dich da einträgst und dich über meinen Kurs informieren möchtest und dann auch teilnimmst. Ich hoffe, du konntest wieder viel mitnehmen aus der heutigen Podcast Folge und ich freue mich, wenn wir uns dann in der nächsten Folge oder auch im Online Hufkurs wiedersehen und hören. Bis dahin wünsche ich dir eine gute Zeit mit deinem Pferd und lass gerne auch wieder eine 5 Sterne Bewertung auf Spotify oder Apple Podcast da, wenn du es noch nicht getan hast. Bis dahin.
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